Interessantes und Amüsantes aus der Regelgeschichte
| 1863 | Erste Fußball-Regeln: "Spielen nur mit dem Fuß und Treten nur nach dem Ball". |
| 1863 | Gespielt wird mit einem 1-X System (ein Verteidiger, alle anderen sind Stürmer). Die Spieler dribbeln den Ball so lange, bis sie ihn verlieren. |
| 1866 | Eckball und Freistoss. |
| 1866 | Abseitsregel: Ein Spieler ist abseits, wenn er sich vor dem Ball befindet und nicht mindestens drei Gegenspieler vor sich hat. |
| 1870 | Anzahl Spieler wird auf elf limitiert (vorher: 15 bis 20). |
| 1871 | Nur noch dem Torhüter ist das Handspiel gestattet. |
| 1874 | Einführung des neutralen Schiedsrichters. - Jedoch ohne Strafgewalt |
| 1875 | Die Latte ersetzt die Schnur als obere Torbegrenzung. |
| 1875 | Halbzeitpause und Seitenwechsel. |
| 1877 | Der Schiedsrichter darf einen Platzverweis erteilen. |
| 1878 | Der Schiedsrichter erhält eine Trillerpfeife. |
| 1879 | Mit dem FC St. Gallen wird der erste Schweizer Fußballclub gegründet. (Wegen Umrechnungsschwierigkeiten von den englischen Massen auf Metermasse spielen die St. Galler fast 20 Jahre lang mit viel zu kleinen Toren, bis sie bei ihrem ersten Wettbewerbsspiel in Zürich feststellen, dass dort die Tore fast doppelt so breit waren.) |
| 1881 | Strafstoß, von einer Linie 11m vom Tor entfernt. Der Torhüter darf sich dem Schützen bis auf 5.5m nähern, alle übrigen Spieler müssen mindestens 5.5m hinter dem Ball sein. |
| 1882 | Einwurf mit beiden Händen. |
| 1885 | Die Bezahlung der Spieler wird erlaubt. |
| 1889 | Der Schiedsrichter, der bisher auf Reklamation der Spielführer Regelverstöße ahndete, erhält alleinige Machtbefugnis. |
| 1889 | Erste Spielertransfers (Höchstbetrag:10 Pfund). |
| 1889 | Der Schiedsrichter erhält Unterstützung von zwei Linienrichtern. |
| 1890 | Das Tornetz erleichtert von nun an die Entscheidung, ob der Ball im Tor war. |
| 1896 | Neue Regel in Deutschland: Das Spielfeld muss von Bäumen und Sträuchern befreit sein. |
| 1898 | Erstes Spiel mit Verlängerung (Englischer Cupfinal). |
| 1898 | Der Grashopper Club Zürich wird erster (inoffizieller) Schweizer Meister. |
| 1902 | Der Strafraum wird neu durch ein Rechteck (anstelle eines Halbkreises) markiert, und der Strafstoßpunkt wird festgelegt. |
| 1903 | Der Torhüter darf die Hände nur noch im eigenen Strafraum benützen. |
| 1904 | Einführung des Indirekter Freistoss. |
| 1906 | Der Torhüter darf beim Strafstoß die Torlinie nicht mehr verlassen. (Er darf aber immer noch auf der Linie herumhüpfen und den Schützen irritieren.) |
| 1913 | 10-Yard-Regel (9.15m) bei Freistössen. |
| 1920 | Kein Abseits mehr beim Einwurf. |
| 1925 | Neue Abseitsregel: Ein Spieler ist abseits, wenn er sich vor dem Ball befindet und nicht mindestens zwei (bisher drei) Gegenspieler vor sich hat. |
| 1927 | Erste Radioübertragung eines Fußballspiels (englischer Cupfinal). |
| 1929 | Der Torhüter darf sich beim Penalty nicht mehr auf der Torlinie bewegen. |
| 1933 | Beim englischen Cupfinal wird erstmals mit Rückennummern gespielt. |
| 1935 | Versuche mit zwei Schiedsrichtern werden unternommen, jedoch aus Kostengründen bald wieder aufgegeben. |
| 1935 | Es darf neu kurzärmlig und ohne Kopfbedeckung gespielt werden. |
| 1937 | Erste Fernsehübertragung eines Fußballspiels (Ausschnitte). |
| 1938 | Neufassung des Regelwerkes in seine (weitgehend) heutige Form. |
| 1939 | Die Rückennummern werden allgemein eingeführt. |
| 1947 | Erste Fernseh-Live-Übertragung eines Fußballspiels (englischer Cupfinal). |
| 1948 | Erstmals kauft ein Team einen ausländischen Spieler: Der AC Mailand verpflichtet einen schwedischen Spieler. |
| 1951 | Erster Einfluss des Fernsehens: Der Ball muss weiß oder schwarz-weiß sein. |
| 1954 | Erstmals erhalten Fußballer eine Siegesprämie: Die Deutschen Weltmeister erhalten 2000 DM Siegesprämie. |
| 1965 | In England wird die Auswechslung eingeführt: Pro Spiel darf ein verletzter Spieler ersetzt werden. |
| 1966 | Die Bandenwerbung taucht auf (an der WM in England). |
| 1966 | Die Auswechslung wird weltweit eingeführt: Zwei Spieler dürfen ersetzt werden, unabhängig von Verletzungen. |
| 1967 | Vier-Schritte-Regel für Torhüter. |
| 1969 | Bei Punktgleichheit entscheidet neu die Tordifferenz und nicht mehr wie bisher das Torverhältnis. |
| 1969 | Im Europacup Bonifikationssystem für Auswärtstore. |
| 1970 | Gelbe und rote Karten werden eingeführt. |
| 1970 | Bei Gleichstand nach Verlängerung entscheidet neu ein Strafstoßschiessen, welches den Münzwurf ersetzt. |
| 1990 | Notbremse wird auf jeden Fall mit der roten Karte bestraft. |
| 1991 | Einführung der gelb-roten Karte. |
| 1992 | Der Torhüter darf den Ball bei einem Rückpass nicht mehr in die Hände nehmen. |
| 1994 | Ein Sieg wird neu mit drei (bisher zwei) Punkten belohnt. |
| 1994 | Neu darf zusätzlich zu den bisher erlaubten zwei Auswechslungen ein Ersatztorhüter eingewechselt werden. |
| 1995 | Drei Spieler dürfen eingewechselt werden. |
| 1996 | Golden Goal entscheidet in der Verlängerung. |
| 2000 | Sechs-Sekunden-Regel für Torhüter ersetzt die Vier-Schritte-Regel. |
| 2002 | Silver Goal entscheidet in der Verlängerung. |